Das sind in der Regel die Kollegen die das Forum nicht nutzen wollen für einen konstruktiven Austausch, sondern um den Ruf des Herstellers zu schaden. Damit kann man vielleicht Frust ablassen, es bringt aber niemand weiter.
Sicherlich ist das auch bei einigen „Frust ablassen“. Da geb ich dir Recht.
Nun stelle man sich vor, man fährt mit dem Spring durch die Lande (vielleicht sogar zufällig zur Hauptuntersuchung) und während der Fahrt erscheint im Display die besagte Bremsenwarnung. Lt. Handbuch sollte man wohl sofort eine Werkstatt aufsuchen. Ich würde gern mal fragen, ob ich eine schriftliche Bestätigung erhalte, dass ich die Bremsenwarung künftig ignorieren kann.
Da hier im Forum mitgeteilt wird, dass es häufiger vorkommt, aber lt. Auskunft der Werkstätten, nicht wirklich ein Problem mit der Bremse vorliegen soll, habe ich mal 2 frustfreie und sachliche Themen und bitte um ernsthafte Antworten oder eure Einschätzungen. Ich frage nicht, weil ich hier Angst schüren möchte, sondern nur damit man sich mal objektiv mit dem Thema „Bremsen“ und entsprechende Warnmeldungen auseinandersetzt.
1. Was wird der Sachverständige beim TüV oder der DEKRA zu der Meldung im Display sagen? Wird er die neue Plakette kleben oder das Fahrzeug zur Nachuntersuchung bestellen? Darf man damit noch bis zur Werkstatt weiterfahren oder lässt man uns vom Gelände abschleppen? Übernimmt der Prüfer die Verantwortung für die Weiterfahrt und ist ihm das überhaupt gestattet? Was sagt die Haftpflichtversicherung dazu, wenn auf der Fahrt tatsächlich die Bremse versagen sollte und der Fehler vorher angezeigt wurde? Ist man dann raus aus der Verantwortung als Fahrzeugführer und kann die Schuld getrost auf Dacia abwälzen oder gilt in dem Falle die Halter- bzw. Fahrzeugführerverantwortung wie sonst auch?
2. Wann muss ich bei häufigerem oder ständigem Aufleuchten der Bremswarnung davon ausgehen, dass tatsächlich ein Mangel oder Fehler an der Bremsanlage vorliegt? Vielleicht klingt es sarkastisch, aber muss ich jedes Mal in die Werkstatt fahren oder nur nach jedem 5. oder 10. Aufleuchten der Warnmeldung?
Und wer garantiert mir, dass nicht gerade beim 7. Mal Anzeige des Bremsenfehlers ein echter Fehler vorliegt und ich das Fahrzeug deshalb lieber stehenlassen sollte?
Ich sage absichtlich nicht, dass „der Tot“ oder die völlige Unsicherheit ständiger Begleiter beim Fahren ist, weil wir ja sachlich bleiben wollen. Aber ist es wirklich sachlich, eine Bremsenwarnung genauso zu bewerten, wie die Warnung, dass die Klimaanlage oder Heizung nicht funktioniert?
Zumindest nach meiner (vielleicht unwichtigen) Meinung ist eine Bremse ein sehr wichtiges und unverzichtbares Teil, auf welches man sich als Fahrer und Mitfahrer verlassen dürfen sollte. Auch andere Verkehrsteilnehmer vertrauen darauf, dass man mit einem ordnungsgemäßem Fahrzeug unterwegs ist.
Wenn ich mich aber daran gewöhnt habe, dass die Meldung sowieso häufig oder ständig erscheint und es gewissermaßen „Stand der Technik“ ist, warum deaktiviert man die Leuchte nicht einfach? Keiner würde mehr über „Gefahren“ sprechen oder hier im Forum zu Übertreibungen neigen, um andere Forenmitglieder damit ungerechtfertigt zu provozieren.
Und weil derjenige der im völlig unwahrscheinlichen Fall eines Bremsenfehlers wirklich „tödlich verunglückt“ (Entschuldigung) sein sollte, nicht mehr in der Lage ist, hier einen unerwünschten Post zu senden, um damit die Forenmitglieder zu provozieren, sollten wir alle hier im Forum glücklich sein. (?) Frei nach dem Motto „es kann nicht sein, was nicht sein darf!“ (Ironie Ende)
Ich würde mir z.B. ständig Vorwürfe machen, wenn ich mit meinen Enkeln unterwegs bin und ein Unfall passieren sollte und ich meiner Tochter oder meinem Sohn dann sagen müsste, dass ich zwar von dem „Bremsenfehler“ wusste, weil ja ständig die Warnung erscheint, aber man mir hier im Forum erklärte, ich soll nicht übertreiben und die Warnung einfach ignorieren denn irgendwann (vielleicht in 2 oder 5 Jahren soll es ein Softwareupdate geben, wo man dann vielleicht sicher sein kann, ob die Bremse tatsächlich von einem Fehler betroffen ist oder nur eine falsche Warnung erscheint.
Bin ich wirklich einer der wenigen oder letzten Menschen, der noch einen Funken Verantwortung beim Führen eines Kraftfahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr hat?
Oder wie Renault-Deutschland mir erklärte: Muss ich ein teureres bzw. „anständiges“ Auto beim anderen Hersteller kaufen, um sicher unterwegs zu sein? Was bedeutet „anständig“ und ab welcher Preisklasse darf ich ein verkehrssicheres Auto erwarten?
Ich denke, dass wirklich erst etwas passieren muss, damit man auch hier im Forum erkennt, wie wichtig eine funktionierende Bremsanlage einschließlich einer funktionierenden Systemüberwachung ist. Wünschen tu ich das natürlich niemandem.
Beim Fahrsicherheitstraining hat unser Trainer das ABS ferngesteuert deaktiviert, ohne dass wir das vorher wussten. Man hat sich aufgrund der vorherigen Übungen auf die Reaktion des Fahrzeugs und das Hilfs-System verlassen aber durch den simulierten „Ausfall“ nahm so gut wie jeder Fahrer die aufgestellten Pilonen mit, weil man von der Situation derart überrascht war, dass man nicht sofort umschaltete und sich an das frühere Stotterbremsen in Kurven oder beim Ausweichen vor Hindernissen erinnerte. Wer glaubte, voll in die Bremse zu treten, das Richtige getan zu haben, lag falsch.
Nicht viel anders stelle ich mir das vor, wenn ich plötzlich das Bremspedal wie hier im Forum beschrieben wurde, bis zum Boden durchtreten muss oder der Bremsassistent ausfällt oder das ABS einsetzt, obwohl es überhaupt nicht erforderlich ist. Auch das wurde hier schon berichtet. Ich denke, dass sich viele überschätzen und die Überraschung zwangsläufig zum Unfall führt.
Selbstverständlich werden jetzt einige wieder erklären, dass sie unfehlbar wären und ich maßlos übertreibe oder das Auto schlecht mache.
Die Praxis auf dem Übungsplatz hat eindeutige Ergebnisse gezeigt und deshalb bin ich der Ansicht, dass man das Thema „Bremsen“ oder „falsche Fehleranzeigen des Bremssystems“ nicht einfach unter Ulk verbuchen oder ignorieren sollte, wie es manche Werkstätten empfehlen. Ich empfinde das als Aufforderung zum Russischen Roulette denn keiner weiß letztlich wann die Bremsenwarnung berechtigt ist oder wann es sich „nur“ um einen Anzeigefehler handelt.
Auch wenn ich mir jetzt den Zorn einiger User zuziehen werde, es geht hier nicht darum, dass man lediglich vor einer ausgefallenen Handschuhfachbeleuchtung gewarnt wird und man diese Warnung ignorieren soll.
Eine Bremsanlage ist und bleibt nun mal lebenswichtig und das ist sicherlich keine Übertreibung; zumindest hoffe ich, dass mir das keiner unterstellt. Wer anderer Meinung ist, kann ja mal seine nächste Fahrt antreten, ohne die Bremse zu benutzen und dann sehen, was passiert. Man hat ja sogar den Vorteil der Rekuperation, was ein Verbrenner nicht hat. Bedenkt aber bitte, dass die Gefahren nicht nur für uns Springfahrer bestehen, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer gern ans Ziel kommen möchten, ohne einen Unfall zu haben.
Noch ein rechtlicher Tipp: Sollte es tatsächlich zu einem Unfall aufgrund eines Bremsenfehlers kommen, behaltet das Thema „Warnmeldung Bremse“ unbedingt für euch und verweigert jegliche Angabe zu, Sachverhalt. Euer Anwalt wird es euch danken?
Das könnt ihr später bei einer zivilrechtlichen Klage gegen Dacia machen. Jeder Fahrzeugführer oder auch Halter, der sein Fahrzeug verleiht ist dafür verantwortlich. Man spricht von der sogenannten „Zustsndshaftung“.
Möglicherweise habt ihr schon mal ein Bußgeld aufgrund der „Halterhaftung“ bezahlen müssen. Sowas wird z.B. gern bei abgefahrenen Reifen oder abgelaufener HU gemacht. Bei Mängeln an der Bremsanlage ist das dann aber nicht mehr lustig und mit einem Bußgeld zu bewerkstelligen, denn bei derartig gravierenden Mängeln, die sogar bekannt sind, kommen ganz andere gesetzliche Vorschriften zum Tragen da hier der Vorsatz bzw. das „billige Inkaufnehmen“ eines Schadens oder einer Verletzung eine Rolle spielt.
Und bitte wertet das nur als Tipp denn ich will hier wirklich keine Angst schüren. Jeder muss selbst wissen, ob er seinem Fahrzeug traut oder nicht und was bei dem einen ein Fehler oder Mangel ist, muss beim anderen Fahrzeug überhaupt nicht der Fall sein. Letztlich entscheidet sich das erst nach einer technischen Prüfung im Einzelfall.